Mappe oder EMail

Ich bin jedesmal schockiert wenn ich lese, dass sogenannte Arbeitsvermittler, egal ob privat oder vom Arbeitsamt noch immer anraten auf jeden Fall eine Mappe zu senden. Das ist schlichtweg Unsinn. Wir leben im Zeitalter des Web. Nur wenn in der Anzeige ausdrücklich auf eine schriftliche Bewerbung bestanden wird, wird man zu Mappe greifen. Ansonsten gilt: Ist eine E-Mail Adresse vermerkt, sendest Du am besten eine E-Mail Bewerbung.

Warum der Arbeitgeber in der Regel eine E-Mail Bewerbung bevorzugt:

  1. Eine E-Mail Adresse ist leichter zu handhaben. Man kann sie beliebig ausdrucken oder als Mail an die Fachabteilungen zur Begutachtung senden.
  2. Erleichterte Datenspeicherung. Texte sind kopierbar und in eigene Datenbanken einzufügen. Anlagen sind ebenfalls einfach abzuspeichern.
  3. Er muss keine Portokosten für eine Rücksendung aufbringen, geschweige denn den zeitlichen Aufwand für Kuvertieren, Frankieren und Versenden.

Warum die E-Mail Bewerbung für Dich besser ist:

  1. Praktisch keinerlei Kosten für die Bewerbung. Kein Porto, Kuvert oder teure Mappen
  2. Du kannst schnell auf eine Stellenanzeige reagieren. Anschreiben anfertigen, Bewerbung zusammenstellen und absenden.
  3. Die Kommunikation mit der Personalabteilung wird höchstwahrscheinlich weiterhin über E-Mail ablaufen. Dadurch hast Du auch hier kurze Kommunikationswege.

Wie solltest Du die E-Mail Bewerbung gestalten?

  1. Für die E-Mail und das spätere Anschreiben, solltest Du zunächst Deinen Ansprechpartner ermitteln. Steht er nicht in der Stellenanzeige, dann rufe an und bitte Dich mit der Person verbinden zu lassen, die dafür zuständig ist. Sage dass Du Dich gerne Bewerben, aber gerne wissen möchtest wie Dein Ansprechpartner heißt.
  2. Ganz wichtig. Die E-Mail selbst, darf niemals Dein Anschreiben sein. Das Anschreiben ist ein Brief, den Du als Dokument anhängst. In der Mail beziehst Du Dich auf das eventuell stattgefundene Telefonat, wo Du die Stellenanzeige gesehen hast und natürlich das Du Dich gerne bewerben willst.
  3. In der Betreffzeile sollte Bewerbung als Blablabla stehen, oder falls eine Referenznummer angegebn ist, diese auf jeden Fall dort verwendet werden. Zum Beispiel: Bewerbung für Referenznummer A001
  4. Eine Signatur mit allen Deinen Kontaktdaten. Egal ob Du ein E-Mail Programm wie Outlook verwendest oder eine kostenlose E-Mail von gmx, yahoo, google unsw. nutzt. Überall gibt es eine Signaturfunktion. Notfalls über die Hilfe des jeweiligen Programms nach SIGNATUR suchen. Dort kannst Du siese dann eingeben und abspeichern. Deine ganzen Kontaktdaten werden dann automatisch jeder MAil angehangen. Wenn nicht, gib sie halt emanuell unter den Gruss ein.

Was Du nicht tun solltest

  1. Auch eine E-Mail ist ein Geschäftsbrief. Wenn auch in Foren und auch auch hier gedutzt wird, in eienr Bewerbung wird die Form gewahrt. Das ist nicht nur das Sie, sondern auch die Wahl des Ausdrucks, die höfliche Anrede.  Lappidare Flosken oder gar kumpelhaftes Geschwätz sorgen dafür, dass Deine Bewerbung sofort eine Absage erhält.
  2. Keine süßen E-Mail Hintergründe. Auch wenn Du es noch so toll findest. Eine E-Mail ist ein Geschäftspapier. Da gehören keine farbigen Hintergründe oder gar Ballons oder Pferdebildchen unsw. hin. Niemals!
  3. Keine Smilies. Auch nicht im Fuss Deiner Mail. Bei den freien Anbietern kannst Du das abstellen.

Vorteile einer Bewerbungsmappe:

Ganz ehrlich, kenne ich keine. Es sei denn, Du bewirbst Dich als Journalist, Architekt oder in einem kreativen Beruf, wo Arbeitsproben gefragt sind. Unternehmen die immer noch eine Bewerbungsmappe fordern, sind unzeitgemäß. In Unternehmen die ich kenne und wo dies tatsächlich gefordert wird, ist der Entscheidungsträger meist älteren Jahrgangs und steht mit dem Computer und erst recht mit dem Internet auf Kriegsfuss. Aber dies wird alles eine Frage der Zeit sein, bis diese auch Ausgestorben sind.

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